Prof. Henning Vöpel

Cover HWHamburg 2020: neues Jahrzehnt, neue Erfolge? Für die HW, das Magazin der Handelskammer Hamburg, habe ich mich lange mit HWWI-Chef Henning Vöpel darüber unterhalten. Der Ökonom gehört zu den einflussreichsten Beobachtern und Antreibern an der Elbe. Trotz Brexit und schwächelnder Weltkonjunktur sieht er gar nicht so schwarz für die Stadt und den Wirtschaftsstandort. Warum das so ist, steht in dem langen Interview in der HW, für kurze Zeit auch online zu lesen.

Vielleicht ist das das Wichtigste: Dass eine Stadt bereit ist zu lernen.

Die Fotos wurden übrigens in der vorübergehenden Heimat des Hammerbrooklyn Digital Campus, einer containerartigen Konstruktion („Box“) neben der eigentlichen Baustelle dieser neuen Einrichtung. Das HWWI (Hamburger WeltWirtschaftsInstitut) gehört zu den Gesellschaftern von Hammerbrooklyn und sitzt auch in dem Gebäude neben der Box. Nach einigem Streit im Vorfeld ist das Projekt jetzt angelaufen und soll Unternehmen in Hamburg bei der digitalen Transformation behilflich sein. Hammerbrooklyn ist auch ein Thema im Gespräch.

Der Standort Hamburg hat aus meiner Sicht in der Tat ein relativ hohes technologisches Disruptionsrisiko. Viele der Geschäftsmodelle, die hier sind, sind relativ stark gefährdet.

Interview Henning Vöpel

Interview Henning Vöpel

Interview Henning Vöpel

Interview Henning Vöpel

Parco del Portello Milano

Der Landschaftsarchitekt Andreas Kipar ist durch den Umbau der grauen Industriemetropole Mailand zu einer von Parks durchzogenen grünen Vorzeigestadt bekannt geworden. Mit seinem Mailänder Büro LAND plant er heute Projekte in Europa, Asien und dem Nahen Osten. Mein Skype-Interview mit Andreas Kipar lief allerdings bereits kurz nach dem Start aus dem Ruder, als wir feststellten, dass wir nicht nur zur selben Zeit im nördlichen Ruhrgebiet aufgewachsen sind, sondern dass der schon lange in Mailand lebende Kipar gerade von einer Geburtstagsfeier in meiner Heimatstadt kam und ich das Geburtstagskind auch noch aus meiner aktiven Zeit als Jazzer kannte. Irgendwie haben wir es dann aber doch noch geschafft, über das eigentlich verabredete Thema zu reden: Warum müssen unsere Städte grüner werden, und wie kann man das am besten erreichen? Das Interview erschien im Kundenmagazin concepts by HOCHTIEF, Ausgabe 1/2019.

concepts 2/2019 cover„Wir müssen Mensch und Natur wieder verbinden“

 

Herr Kipar, was sieht Ihr professioneller Blick beim Spaziergang in einer typischen deutschen oder europäischen Stadt?

Ich empfinde da beim Grün immer noch eine große Kargheit. Wir haben in den letzten 30 Jahren nicht unbedingt revolutionär in die Innenstädte eingegriffen. Wir sind eher dabei, sie glattzubügeln. Das muss pflegeleicht und sauber sein, das muss vor Vandalismus geschützt sein, da dürfen nicht zu viel Bänke sein, sonst kommen die Obdachlosen, all diese Bedenken sind immer noch prägend.

Wie sollte es Ihrer Meinung nach stattdessen sein?

Wenn wir in Zukunft eine kulturell offene Gesellschaft haben wollen, dann müssen wir die Menschen in den Städten auch so leben lassen, dass sie sich frei entwickeln können. Und dazu gehört ein gesunder Bezug zur Natur.

Und das geht auch in der Stadt?

Wir haben bereits Flussparks weiterentwickelt, wir haben Industrieparks geschaffen, aber in den Innenstädten waren wir zu vorsichtig. Wir brauchen mehr Grünräume und grünere Plätze. Schon aus Gründen des Klimas in der Stadt. Die Menschen brauchen Schatten, aber auch einen Naturbezug. Wir müssen Bereiche schaffen, die das Wasser im Notfall aufnehmen. Damit wird sich eine ganz neue Ästhetik einschleichen.

Wie könnte diese Ästhetik aussehen?

Im Foodbereich kennen wir die Fusionküche, und die Stadt der Zukunft ist vielleicht auch eine Fusionstadt. Wir holen jetzt einen Teil der Landschaft in die Stadt. Plötzlich stellen wir Bienenkästen auf Dächern auf. Der Koch der Deutschen Bank in Frankfurt hat auf dem von uns gestalteten Dachgarten einen Kräutergarten angelegt, den er für seine Gerichte nutzt. Dachgärten, vertikale Gärten oder ganz normale horizontale Gärten, in anderen Ländern haben wir bereits die Regengärten, die füllen sich bei Niederschlag mit Wasser und spielen dann mit dieser Ästhetik.

Der Aufbruch in ein neues Jahrhundert braucht immer Zeit, aber wenn der Wandel kommt, dann ganz schnell.

Sind das nicht eher Einzelfälle? Und ist eine Stadt nicht auch ein Raum, der andere Funktionen hat, zum Beispiel als Einkaufszentrum?

Wie schön wäre es, wenn wir in der Stadt nicht auf Betonsteinplatten laufen müssten? Wir müssen in den Städten den Mut haben, große Bereiche wieder zu entsiegeln. Essen ist ja „Grüne Hauptstadt Europas“. Wir haben es hier geschafft, 250 000 Menschen einen direkten Bezug zu Wasser und zu Grün zu geben. Und dennoch ist die Innenstadt komplett gepflastert. Diese Betonplatten rausnehmen und Dauergrün pflanzen, das müsste die nächste Offensive sein.

Gibt es da schon ein Umdenken bei den Planern und Architekten?

Selbst in Moskau, bislang eine Stadt mit geradezu menschverachtenden Strukturen, entstehen plötzlich doppelt so große Bürgersteige, werden tausende neue Bäume gepflanzt. Man flaniert jetzt dort, wo vorher Autos in acht Spuren gefahren sind, und die Autos sind weg. Hinter dem Roten Platz gibt es jetzt einen großen Park und einen direkten Zugang zum Fluss. Das sind Zeichen einer Veränderung. Für das neue Internationale Finanzzentrum in Moskau, jetzt Smart City Moscow genannt, konnten wir uns vor fünf Jahren schon mit einem sehr innovativen Konzept gegen die internationale Konkurrenz durchsetzen.

Was zeichnete dieses Konzept aus?

Wir haben gesagt: „Landscape first“, lassen sie uns mit der Landschaft anfangen, lassen sie uns Placemaking nicht über Architektur, sondern über die Landschaft machen. Jeglicher Investor wird sagen, was bringt mir das? Wenn wir jetzt einen Baum pflanzen und anschließend die Häuser bauen, dann kann der Baum schon während der Bauphase wachsen. Und dann steigt der Wert der Immobilien. Pro Quadratmeter Nutzfläche werden wir vielleicht 20 Cent investieren, der Marktwert der Wohnungen pro Quadratmeter wird dadurch aber um 500 bis 900 Euro in die Höhe geschraubt, weil die Käufer sagen, okay, hier sehe ich ja schon alles, und ich ziehe nicht in eine Sandwüste. Die grüne Infrastruktur bekommt so auch eine wirtschaftliche Dimension.

Wo sehen Sie Ihre wichtigste Aufgabe in Zukunft?

Was der Papst, zusammen mit Wissenschaftlern, in der Enzyklika Laudato si’ formuliert: Pflegt den Planeten! Oder um es mit dem Soziologen Jeremy Rifkin zu sagen: „Stop the war on nature!“ Was wir als Landschaftsarchitekten machen, ist: „Reconnecting people with nature“, das heißt wir müssen Mensch und Natur wieder verbinden. Wir müssen das neu verstehen, wie wir mit den kostbaren Ressourcen Wasser und Boden umgehen müssen, was da nachhaltig wachsen kann.

Wie sehen Sie die Chancen dafür?

Da passiert gerade eine kleine Revolution, hin zu einem sich wandelnden Stadtbild, zum Beispiel mit grünen Fassaden. Es gibt da eine neue Generation in Kanada, im Nahen Osten, in Moskau, in China. In Europa haben wir sehr alte Gesellschaften, in denen das Umdenken nicht ganz so einfach ist. Aber die Zwanziger Jahre sind immer etwas Besonderes, da passiert immer etwas Neues, denken Sie an das Bauhaus vor 100 Jahren. Der Aufbruch in ein neues Jahrhundert braucht immer Zeit, aber wenn der Wandel kommt, dann ganz schnell.

Interview Andreas Kipar

Sabine und Daniel Röder, Pulse of Europe Gründer, Change Magazin 1/2019
Cover Change Magazin 1 2019

Cover Change Magazin 1 2019

Quasi aus dem Nichts entstand Ende November 2016 die Bewegung Pulse of Europe. Innerhalb weniger Monate breitete sie sich über ganz Deutschland und das benachbarte Ausland aus. Dabei begann alles ganz unspektakulär auf einer Parkbank am Pariser Platz in Frankfurt am Main. Es war kalt, schon dunkel, die mitgebrachte Lautsprecheranlage funktionierte nicht, und den Veranstaltern wurde gerade klar, dass sie mit dem Europaviertel in Frankfurt wohl eines der ödesten Eckchen der Mainmetropole für ihre Demonstration ausgewählt hatten. Da half auch auch das vor Ort gelegene Restaurant mit dem herzerwärmenden Namen „Laube Liebe Hoffnung“ nicht.

Von der Parkbank zur bundesweiten Bewegung

Und trotzdem: Nur aufgrund einer E-Mail mit dem Aufruf zu einer proeuropäischen Kundgebung waren an diesem nasskalten Adventsabend über 200 Menschen in die urbane Leere des Europaviertels gekommen. „Das war für uns das Zeichen, dass wir weitermachen werden“, erinnern sich Sabine und Daniel Röder an die erste „Pulse of Europe“-Demonstration. Die beiden Wirtschaftsanwälte aus Frankfurt haben die Idee zu Pulse of Europe in ihrem Wohnzimmer ausgeheckt. Ein Idee, die ihr Leben seither grundlegend verändert hat.

Reicht es, zu demonstrieren?

Im Vorfeld der Europawahl 2019 habe ich die Röders in Frankfurt am Main getroffen und am Rande der ersten Pulse-Veranstaltung des Jahres Stimmen über Europa eingesammelt. Das Resultat ist eine insgesamt zwölf Seiten lange Geschichte im Change Magazin der Bertelsmann Stiftung. Dabei geht es nicht nur um die Röders und ihre Mitstreiter, sondern auch um die Höhen und Tiefen der Bewegung und die Frage, welche Wirkung die Demonstrationen entfalten und ob es nicht notwendig ist, irgendwann als proeuropäische Partei in die Parlamente einzuziehen? Daniel Röder verneint das, andere Experten, die ich dazu befragt habe, sehen das anders.

https://www.change-magazin.de/de/change-magazin-neue-ausgabe-fruehjahr-2019/

Das (sehr schöne!) gedruckte Change Magazin können Sie unter dem obigen Link kostenlos bestellen oder abonnieren.

Für Ungeduldige: Eine PDF-Ausgabe finden Sie hier:

https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/BSt/Publikationen/Infomaterialien/IN_change_Magazin_1_2019_2019_05_13.pdf

 

 

Screenshot: Interview Ulrike Guérot und Günther Bräunig, KfW Stories

Ende Mai wählen die EU-Bürger zum neunten Mal direkt das Europäische Parlament. Es wird wohl eine Schicksalwahl für die Gemeinschaft. Zum ersten Mal in der Geschichte des europäischen Einigungsprozesses könnten Europa-Gegner eine signifikante Stimme im Parlament bekommen. Bis zu 30 Prozent, so Prognosen, könnten an die Nationalisten gehen. Damit würden sie in „eine Blockadeposition“ gelangen, sagt die Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot im Gespräch mit dem Vorstandsvorsitzenden der KfW, Günther Bräunig. Ich habe diesen Europa-Wortwechsel in Berlin moderiert und daraus ein Gespräch editiert, das nicht nur die negativen Seiten der derzeitigen Entwicklungen in Europa, sondern auch Ansätze für eine bessere europäische Zukunft beleuchtet. Ein paar kurze Zitate:

Zahlmeister in Europa?

 

Mehr Geld für Europa, wäre das durchzusetzen? Deutschland gilt bei vielen ja schon als ewiger Zahlmeister der EU.

BRÄUNIG: Hier müssen wir den Bürgern immer wieder erklären, wie sehr die deutsche Wirtschaft vom Euro, den niedrigen Zinsen, dem Binnenmarkt und sogar von der Euro-Krise profitiert hat. Unsere Ökonomen haben das mal berechnet: Pro Jahr haben die deutschen Unternehmen dank Europa, Euro und niedriger Zinsen finanzielle Vorteile in Höhe von 60 Milliarden Euro.

GUÉROT: Diesen Satz muss man dreimal in dicken Lettern schreiben, den können die Deutschen gar nicht oft genug lesen.

Blick in die Zukunft

 

Schauen wir über die Europawahl hinaus: Wie sieht für Sie die Zukunft Europas aus?

GUÉROT: Wir können das europäische Projekt nicht mehr verhandeln wie früher Helmut Kohl und François Mitterrand, die gesagt haben: Jetzt machen wir mal einen Binnenmarkt. Heute wollen die Bürger gehört werden und Europa mitgestalten. Darauf muss das europäische System reagieren.

BRÄUNIG: Solange die Bürger sich nicht stärker beteiligen, vor allem an den Wahlen, können sie aber auch nicht erwarten, dass dieses Parlament mehr Rechte und Eingriffsmöglichkeiten bekommt.

 

Thema Europa: KfW Magazin Chancen, Mai 2019

Thema Europa: KfW Magazin Chancen, Mai 2019

Quelle:

Das Gespräch ist im KfW-Magazin „Chancen“ (Mai 2019) erschienen und kann auch gerne online gelesen werden.

 

Schoolbook Magazin Cover

„Ich weiß zwar nicht, wie es geht, aber ich kann es erklären!“ – dieser Satz einer Zehnjährigen hat mich bei der Recherche zu diesem Thema etwas nachdenklich gemacht, aber vor allem natürlich amüsiert. Worum es ging? Wie Kinder lernen, kleine Roboter zu programmieren, und wie sie an diese Aufgabe herangehen. Ich habe mit Lehrern geredet, die Roboter wie mBot, Dash oder Lego WeDo im Unterricht einsetzen. Und ich war in der HABA Digitalwerkstatt in Hamburg, um mir einen Robotik-Kurs für Kinder anzusehen.

Roboter im Unterricht

Schoolbook Magazin für Lehrer

Schoolbook Magazin für Lehrer

Mit Robotern lernen? Klingt erst einmal überdreht und ein wenig nach Pädagogik aus der Hölle. Aber es ist das Gegenteil: spielerisch, Freude bereitend, im positiven Sinne fordernd und ein genialer Weg, ins Programmieren einzuführen. Und immer mehr Schulen kommen auf den Geschmack, jedenfalls kann sich die Hamburger Digitalwerkstatt über mangelndes Interesse nicht beklagen. Diese kleinen Bastelcomputer sind wirklich klasse. Allen Pädagogen, die über digitale Demenz schwadronieren, möchte man zurufen: „Eat this!“ So geht digitale Schule.

Neues Lehrer-Magazin

Geschrieben habe ich den Text für ein ganz neues Magazin: Schoolbook – Das Lehrermagazin für Schulen im Wandel. Herausgegeben wird es von der Gesellschaft für digitale Bildung, die wiederum zur „HABA Education Allicance“ gehört, also Teil des Spielzeugherstellers Habermass (HABA) ist.

Magazintext Roboterstunde

Magazintext Roboterstunde

KfW Stories: Startup Superseven

Plastikmüll im Meer, Verschmutzungen in Seen und Flüssen, und ständig dieser Kunststoffmüll für die „Wertstofftonne“ – gibt es keine Alternative für bessere Verpackungen? In Norddeutschland gibt es mehrere Firmen, die sich gegen die Plastikflut stemmen und Verpackungen auf den Markt bringen, die aus natürlichen Rohstoffen gewonnen werden und sogar kompostierbar sind. Eine davon ist Superseven aus Wentorf bei Hamburg. Das Start-up entwickelt nachhaltige Verpackungen und benutzt dabei Folien, die aus Zellulose – also aus Holz – hergestellt werden.

Erinnert sich noch jemand an Zelluloid?

Genau, der Grundstoff Holz diente zu Beginn des 20. Jahrhunderts zur Herstellung der ersten transparenten Folien, bevor das Erdöl kam und sich als billiger und auch vielseitiger erwies. Doch Zellulose steht vor eine Renaissance, auch wenn der Basisstoff immer noch drei Mal so teuer ist wie Öl. Aber wer heute nachhaltige Produkte verkauft, möchte diese auch ebenso verpacken. Und deshalb kann sich Superseven derzeit vor Anfragen nicht retten.

Publikumsliebling

Beim KfW Award Gründen wurde Superseven Landessieger in Niedersachsen (obwohl Wentorf in Schleswig-Holstein liegt, das habe ich vergessen zu klären) und auf der Abschlussveranstaltung in Berlin den vor Ort ermittelten Publikumspreis. Das Thema ist heiß, und das junge Start-up motiviert, daraus ein gutes Geschäftsmodell zu entwickeln.

Hier geht es zum Superseven-Porträt, das ich für die KfW Stories geschrieben habe.

Titel concepts Ausgabe 2/2018 | Chefredakteur Dr. Torsten Meise Journalist Hamburg
Titel Cover Kundenmagazin concepts by Hochtief Ausgabe 2/2018 Chefredaktion Torsten Meise

Titel concepts Ausgabe 2/2018

Welche Wirkungen haben große Infrastrukturprojekte? Diese Frage habe ich mit Prof. Dr. Dr. Manfred Moldaschl von der Zeppelin Universität Friedrichshafen erörtert. Der Nachhaltigkeitsforscher ist auch Leiter des European Center for Sustainability Research und in dieser Funktion einem Ansatz verpflichtet, der unter Nachhaltigkeit nicht nur ökologische, sondern auch ökonomische und soziale Aspekte subsumiert.

Wie sich Infrastruktur auswirkt

Der Grund für dieses Interview und diese Fragestellung war die Titelgeschichte des aktuellen Kundenmagazins concepts by Hochtief, das soeben erschienen ist. Darin haben wir Beispiele gezeigt, wie einzelne Infrastrukturprojekte weitreichende und positive Folgen für eine Gesellschaft haben können – selbst wenn sie im Vorhinein höchst umstritten waren. Bestes Beispiel hier die ist die von Hochtief im Jahr 2000 fertiggestellte Öresund-Brücke zwischen Kopenhagen und Malmö. Sie hat nicht nur dazu geführt, dass vor allem die schwedische Seite wirtschaftlich aufgeblüht ist, sie hat auch einen Güterverkehrskorridor inspiriert, der von Skandinavien bis nach Sizilien reichen soll, und der in Teilen bereits gebaut worden ist.

Torsten Meise und Prof. Dr. Dr. Manfred Moldaschl

Torsten Meise und Prof. Dr. Dr. Manfred Moldaschl

Protest als Erscheinung komplexer Gesellschaften

Selbst wenn sich eine Menge solcher Beispiele aufzählen lassen, so verfestigt sich doch der Eindruck, dass es in der Gegenwart deutlich schwieriger geworden ist, selbst kleine Projekte umzusetzen. Der Protest ist quasi vorprogrammiert, und ja auch selten nicht unberechtigt. Auch um hier zu einer besseren Grundlage zu kommen, forscht Prof. Moldaschl an Methoden und Ansätzen, die vielfachen Wirkungen von Infrastrukturprojekten zu beurteilen, was auch zu besseren Planungen und Umsetzungen führen soll. Der Versuch, Vorhaben ganzheitlich zu erfassen und auch gemeinsam mit den Stakeholdern, also auch den Betroffenen zu klären, könnte wegweisend sein und damit auch für ein Unternehmen wie Hochtief interessant.

Jetzt online lesen

Das Interview mit Prof. Moldaschl, den ich gerne mit dem Begriff „Universalgelehrter“ beschreiben möchte, lässt sich auch online lesen, denn concepts hat ein digitales Upgrade erfahren. Statt eines Blätter-PDFs wie zuvor gibt es jetzt ein schickes Online-Magazin, das das vielfach ausgezeichnete Heft-Konzept in eine netzadäquate Form bringt. Viel Spaß beim Lesen!

Interview Prof Dr. Dr. Manfred Moldaschl, Torsten Meise Kundenmagazin concepts by Hochtief 2018

Interview: Nachhaltigkeit und Infrastruktur

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Hier geht es direkt zum Interview: deutsch | englisch

 

Zum ganzen Magazin: deutsch | englisch

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Blockchain, Smart City, 5G, Städte im Netz der Dinge, Dr. Torsten Meise, Journalist, Digitalexperte
Tomorrow 2/2018

Tomorrow 2/2018, Torsten Meise

Als ehemaliger Ressortleiter beim Milchstraßen-Titel „Tomorrow“ war ich ziemlich erfreut, wieder einmal für „Tomorrow“ zu schreiben. Natürlich ist die alte Tomorrow längst eingestellt. Hier geht es um das gleichnamige Kundenmagazin der Schaeffler Gruppe, das von der Hamburger Agentur Speedpool betreut wird. Das Thema: Welche Bedeutung haben die Blockchain und das zukünftige 5G-Mobilfunknetz für die Smart City?

Hype oder Hoffnung?

Okay, Blockchain ist ein totales Hype-Thema, und 5G ist noch weitgehend in der Erprobung, aber schon gehen einige Städte voran und überlegen sich die praktische Anwendungen. Ganz vorne spielt derzeit Dubai, die 2020 die Expo ausrichten und bis dahin zahlreiche Blockchain-Anwenungen im Einsatz haben wollen. Das ist ambitioniert, aber mutig. Weitere Beispiele im Text. Für das Magazin gibt es auch Blätter-Versionen, mein Text beginnt ab Seite 108:

Deutsch: http://schaeffler-epaper.com/tomorrow/2018/02/de/html5.html#/108

Englisch: http://schaeffler-epaper.com/tomorrow/2018/02/en/html5.html#/108

Städte im Netz der Dinge, Torsten Meise. Tomorrow-Magazin, Schaeffler Gruppe

Städte im Netz der Dinge, Torsten Meise. Tomorrow-Magazin, Schaeffler Gruppe

Städte im Netz der Dinge, Torsten Meise. Tomorrow-Magazin, Schaeffler Gruppe

Städte im Netz der Dinge, Torsten Meise. Tomorrow-Magazin, Schaeffler Gruppe

Städte im Netz der Dinge, Torsten Meise. Tomorrow-Magazin, Schaeffler Gruppe

Städte im Netz der Dinge, Torsten Meise. Tomorrow-Magazin, Schaeffler Gruppe

Städte im Netz der Dinge, Torsten Meise. Tomorrow-Magazin, Schaeffler Gruppe

Städte im Netz der Dinge, Torsten Meise. Tomorrow-Magazin, Schaeffler Gruppe

Vorbei sind die Zeiten, als der Hamburger Hafen das unbestrittene ökonomische Herz der Hansestadt war. Immer deutlicher formiert sich die Kritik am großen Einfluss der Hafenwirtschaft in der Stadt. Soll sich Hamburg weiterhin stark auf den Hafen fokussieren, oder doch sein Heil eher bei neuen ökonomischen Potentialen suchen? In einem Titelbeitrag für das Magazin der Handelskammer Hamburg bin ich der Frage nachgegangen, welche Chancen der Hamburger Hafen bietet, wenn man einmal nicht auf nur den Containerumschlag (der vor einer eher unsicheren Zukunft steht) schaut.

Zukunft des Hafens

Herausgekommen ist, dass sich der Hafen zum Treiber für neue, innovative und nachhaltige Technologien entwickelt. Intelligente Verkehrskonzepte, ein wegweisendes 5G-Netz, Ideen für die Hafenlogistik oder die Versorgung der Schiffe mit Landstrom – der smarte Port hat bereits einiges zu bieten. In Zukunft müsste es aber deutlich mehr werden, vor allem sollte sich der Hafen stärker mit dem Wissenschaftsstandort Hamburg vernetzen, sagt zum Beispiel Prof. Henning Vöpel, der Direktor des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts HWWI.

Wirtschaftsstandort Hamburg

Nach den Smart-City-Konzepten der Stadt und den Plänen Hamburgs in Sachen Smart Mobility ist diese bereits die dritte große Geschichte über den Wirtschafts- und Technologiestandort, die ich für die HW, die Hamburger Wirtschaft, geschrieben habe. Eine spannende Serie für mich, ist Hamburg doch eine dynamische und zukunftsorientierte Stadt mit guten Ideen, die leider oftmals nicht wirklich konsequent genug kommuniziert werden.

 

Artikel "Zukunft des Hafens" Hamburger Wirtschaft, Autor: Torsten Meise

Artikel „Zukunft des Hafens“ Hamburger Wirtschaft

Artikel "Zukunft des Hafens" Hamburger Wirtschaft, Autor: Torsten Meise

Artikel „Zukunft des Hafens“ Hamburger Wirtschaft

Artikel "Zukunft des Hafens" Hamburger Wirtschaft, Autor: Torsten Meise

Artikel „Zukunft des Hafens“ Hamburger Wirtschaft

KfW Chancen Magazin

Prof. Dietmar Harhoff ist Direktor des Max-Planck-Instituts für Innovation und Wettbewerb in München. Einmal pro Jahr überreicht er Bundeskanzlerin Angela Merkel einen Bericht darüber, wie es um die Innovationsfähigkeit der deutschen Wirtschaft bestellt ist. Vieles, was in dem Report steht, ist nicht gerade überschwänglich optimistisch. Im Gespräch mit KfW-Chefökonom Jörg Zeuner listet Harhoff deshalb auch eine Reihe von Defiziten auf, die vor allem der deutsche Mittelstand beim Anschluss an die Technologieentwicklung hat. Die Innovatorenquote sei rückläufig, so Harhoff, also die Zahl der Unternehmen, die in jüngster Vergangenheit Innovationen umgesetzt haben. Auch die KfW musste feststellen, dass die Innovationsausgaben im Mittelstand zwar nicht zurückgehen, aber von immer weniger Unternehmen erbracht werden. Ein alarmierendes Zeichen. Trotzdem blickt der MPI-Direktor nicht ganz pessimistisch in die Zukunft. „Ich bin eher darüber besorgt, dass es in Deutschland einen Wettbewerb im Zeichnen von Horrorszenarien gibt“, so Harhoff. Möge er recht haben.

Lesen Sie das ganze Doppel-Interview im KfW-Magazin Chancen, das man hier herunterladen kann.

Doppelinterview, KfW Magazin

Doppelinterview, KfW Magazin

Agentur: BP Content, Hamburg