Im Interview: Budni-Chef Cord Wöhlke

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Wie real ist der Fachkräftemangel wirklich? Und kann es sein, was die Handelskammer Hamburg behauptet: Im Jahr 2035 werden in Hamburg 127.000 Fachkräfte fehlen?

Das Problem wird schon heute am Anfang der Beschäftigungskette deutlich: Azubi-Mangel auf der einen, weniger Ausbildungsplätze auf der anderen Seite. Die Lage am Ausbildungsmarkt ist diffus. Doch klar ist: Was mathematisch ausgeglichen aussieht, summiert sich in der Realität zu einem langfristigen Problem: dem zunehmenden Fachkräftemangel.

Budnikowsky*-Chef Cord Wöhlke kennt den Hamburger Ausbildungsmarkt wie kaum ein Zweiter. Sein Unternehmen gilt als Top-Adresse für Azubis – und hat trotzdem zunehmend Probleme, Lehrstellen zu besetzen. Im HW-Gespräch hat er offen über die Probleme geredet, und auch die Generation Z analysiert, die er derzeit in seinen Geschäften ausbildet. Was selten passiert: Bei der Autorisierung des Interviews hat er einige seiner pointierten Passagen sogar noch nachgeschärft.

* Für alle Nicht-Hamburger: Budnikowsky ist eine lokale Größe im Drogerie-Business. Die Geschichte des Unternehmens beginnt 1912 mit der Gründung eines Bandagisten-Gewerbes durch Iwan Budnikowsky. Ab 1921 entwickelt sich das Handelsgeschäft, 1924 kommt die erste Filiale hinzu. Heute verfügt die Kette über 190 Filialen, die kleinste davon im Miniaturwunderland. Seit der geschlossenen Kooperation mit Edeka 2017 entstehen immer mehr Budni-Geschäfte auch außerhalb Hamburgs. Mit Julia und Christoph Wöhlke leitet nun – neben Cord Wöhlke – die mittlerweile 4. Generation der Familie das Unternehmen.

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