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KfW Stories: Startup Superseven

Plastikmüll im Meer, Verschmutzungen in Seen und Flüssen, und ständig dieser Kunststoffmüll für die „Wertstofftonne“ – gibt es keine Alternative für bessere Verpackungen? In Norddeutschland gibt es mehrere Firmen, die sich gegen die Plastikflut stemmen und Verpackungen auf den Markt bringen, die aus natürlichen Rohstoffen gewonnen werden und sogar kompostierbar sind. Eine davon ist Superseven aus Wentorf bei Hamburg. Das Start-up entwickelt nachhaltige Verpackungen und benutzt dabei Folien, die aus Zellulose – also aus Holz – hergestellt werden.

Erinnert sich noch jemand an Zelluloid?

Genau, der Grundstoff Holz diente zu Beginn des 20. Jahrhunderts zur Herstellung der ersten transparenten Folien, bevor das Erdöl kam und sich als billiger und auch vielseitiger erwies. Doch Zellulose steht vor eine Renaissance, auch wenn der Basisstoff immer noch drei Mal so teuer ist wie Öl. Aber wer heute nachhaltige Produkte verkauft, möchte diese auch ebenso verpacken. Und deshalb kann sich Superseven derzeit vor Anfragen nicht retten.

Publikumsliebling

Beim KfW Award Gründen wurde Superseven Landessieger in Niedersachsen (obwohl Wentorf in Schleswig-Holstein liegt, das habe ich vergessen zu klären) und auf der Abschlussveranstaltung in Berlin den vor Ort ermittelten Publikumspreis. Das Thema ist heiß, und das junge Start-up motiviert, daraus ein gutes Geschäftsmodell zu entwickeln.

Hier geht es zum Superseven-Porträt, das ich für die KfW Stories geschrieben habe.

Vorbei sind die Zeiten, als der Hamburger Hafen das unbestrittene ökonomische Herz der Hansestadt war. Immer deutlicher formiert sich die Kritik am großen Einfluss der Hafenwirtschaft in der Stadt. Soll sich Hamburg weiterhin stark auf den Hafen fokussieren, oder doch sein Heil eher bei neuen ökonomischen Potentialen suchen? In einem Titelbeitrag für das Magazin der Handelskammer Hamburg bin ich der Frage nachgegangen, welche Chancen der Hamburger Hafen bietet, wenn man einmal nicht auf nur den Containerumschlag (der vor einer eher unsicheren Zukunft steht) schaut.

Zukunft des Hafens

Herausgekommen ist, dass sich der Hafen zum Treiber für neue, innovative und nachhaltige Technologien entwickelt. Intelligente Verkehrskonzepte, ein wegweisendes 5G-Netz, Ideen für die Hafenlogistik oder die Versorgung der Schiffe mit Landstrom – der smarte Port hat bereits einiges zu bieten. In Zukunft müsste es aber deutlich mehr werden, vor allem sollte sich der Hafen stärker mit dem Wissenschaftsstandort Hamburg vernetzen, sagt zum Beispiel Prof. Henning Vöpel, der Direktor des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts HWWI.

Wirtschaftsstandort Hamburg

Nach den Smart-City-Konzepten der Stadt und den Plänen Hamburgs in Sachen Smart Mobility ist diese bereits die dritte große Geschichte über den Wirtschafts- und Technologiestandort, die ich für die HW, die Hamburger Wirtschaft, geschrieben habe. Eine spannende Serie für mich, ist Hamburg doch eine dynamische und zukunftsorientierte Stadt mit guten Ideen, die leider oftmals nicht wirklich konsequent genug kommuniziert werden.

 

Artikel "Zukunft des Hafens" Hamburger Wirtschaft, Autor: Torsten Meise

Artikel „Zukunft des Hafens“ Hamburger Wirtschaft

Artikel "Zukunft des Hafens" Hamburger Wirtschaft, Autor: Torsten Meise

Artikel „Zukunft des Hafens“ Hamburger Wirtschaft

Artikel "Zukunft des Hafens" Hamburger Wirtschaft, Autor: Torsten Meise

Artikel „Zukunft des Hafens“ Hamburger Wirtschaft

Magazin Hamburger Wirtschaft, Cober der Ausgabe Januar 2018

Magazin Hamburger Wirtschaft, Januar 2018

Ende 2017 stellte die VW-Tochter Moia ihr neues Fahrzeug vor, mit dem der Ridesharing-Dienst ab 2018 in Hamburg antreten möchte. Warum zuerst in der Hansestadt? Nun, Hamburg ist an vielen Stellen dabei, neue Mobilitätslösungen zu fördern, hat einen guten Nahverkehr, den Smart Port – und schließlich den ITS Weltkongress 2021 an die Elbe geholt. „Intelligente Transport Systeme“, darunter fallen verschiedene Ansätze, durch Digitalisierung die Verkehrsprobleme der Städte in den Griff zu bekommen. In meiner Geschichte für die aktuelle Ausgabe der „Hamburger Wirtschaft“, kurz HW, habe ich mit vielen Akteuren in der Stadt besprochen und einige Dinge erfahren, die ich noch nicht wusste. Mein Fazit: Schon in einigen Jahren könnte Mobilität in Hamburg ganz anders aussehen. Den ganzen Text und das Interview mit Wirtschaftssenator Horch kann man auch online lesen: http://hamburger-wirtschaft.de/pdf/012018/index.html

Mobilität ist wichtig für alle

Die HW ist das Magazin der Handelskammer Hamburg, entsprechend stehen im Text auch die Bedürfnisse der Unternehmen ein wenig im Vordergrund. Generell haben die Planungen zum ITS Weltkongress, zu neuen Verkehrskonzepten und innovativen Mobilitätsangeboten natürlich Auswirkungen für alle.

Sprechen Sie mich an, wenn Sie Interesse an Texten oder Medienkonzepten haben. Als Journalist verfolge ich das Thema regelmäßig, mit unserer Agentur P|M Publishing helfen wir Ihnen gerne dabei, Contentstrategien zu entwickeln. Der schnellste Kontakt: +49 171 416 50 54.

 

Labor für Mobilität – Titelstory der Hamburger Wirtschaft, Ausgabe Januar 2018

Labor für Mobilität – Titelstory der Hamburger Wirtschaft, Ausgabe Januar 2018

Labor für Mobilität – Titelstory der Hamburger Wirtschaft, Ausgabe Januar 2018

Labor für Mobilität – Titelstory der Hamburger Wirtschaft, Ausgabe Januar 2018

Labor für Mobilität – Titelstory der Hamburger Wirtschaft, Ausgabe Januar 2018

Labor für Mobilität – Titelstory der Hamburger Wirtschaft, Ausgabe Januar 2018

Labor für Mobilität – Titelstory der Hamburger Wirtschaft, Ausgabe Januar 2018

Labor für Mobilität – Titelstory der Hamburger Wirtschaft, Ausgabe Januar 2018

Magazin zur Europawoche 2017
Magazin zur Europawoche 2017

Magazin zur Europawoche 2017

Die Europawoche in Hamburg bietet jedes Jahr im Mai zahlreiche Anlässe, sich mit Themen der Europäischen Union und generell mit politischen und kulturellen Themen auseinanderzusetzen. Das Programmheft sammelt nicht nur die Veranstaltungen der Europawoche, sondern versucht auch, die Bezüge zwischen der Hansestadt und der EU herauszuarbeiten. 2017 steht das Heft unter dem Eindruck des nahenden G20-Gipfels in den Messehallen, aber auch der Unterzeichnung der Römischen Verträge vor 60 Jahren. Letzteres war eine denkwürdige Veranstaltung, die bereits vieles von dem widerspiegelte, was Europa bis heute ausmacht. Ich habe für das Progammheft, neben anderen Geschichten, einen kleinen Text über den damaligen Gipfel geschrieben.

 

Chaostage am Kapitol

Die Unterzeichnung der Römischen Verträge vor 60 Jahren markiert die Geburtsstunde der Europäischen Union. Die Zusammenarbeit der Nationen begann eher holprig. Und wohl mit jeder Menge unbedruckter Seiten.

In Rom regnete es in Strömen, als sich die Regierungschefs von Frankreich, Italien, Niederlande, Belgien, Luxemburg und West-Deutschland am Abend des 25. März 1957 auf dem Kapitolshügel zur Unterzeichnungszeremonie versammelt hatten. Im prächtigen Horatier-und-Curiatier-Saal, heute Teil der Kapitolinischen Museen, unterschrieben sie vor 500 Fotografen drei Verträge: einen über die Einrichtung einer Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), einen über die Gründung einer Europäischen Atomgemeinschaft (EURATOM) sowie das Abkommen über gemeinsame Organe für die Europäischen Gemeinschaften.

Ein historisches Ereignis, denn die Verträge bilden das Fundament einer überstaatlichen Organisation in Europa, der heutigen EU. Trotzdem war der damalige Bundeskanzler Konrad Adenauer nicht gut aufgelegt. „Ich weiß nicht einmal, was ich alles unterschrieben habe“, soll er gestöhnt haben. So jedenfalls verbreitete es damals Der Spiegel, der sich nie eine Spitze gegen den Kanzler entgehen ließ. Doch was auch die Hamburger Journalisten nicht ahnten: Die großen dekorativen Papierstapel, auf die die Staatsmänner ihre Unterschriften gesetzt hatten, bestanden wohl größtenteils aus unbedruckten Blättern. Das war keine böse Absicht, sondern Resultat einer Kette unglücklicher Ereignisse.

Europa, das leere Blatt

Europa, das leere Blatt

Albert Breuer war Mitarbeiter der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS), einer ersten Keimzelle Europas, die den Markt für Kohle und Stahl regulierte. Im Frühjahr 1957 war er unter anderem dafür zuständig, die Zeremonie in Rom wie geplant über die Bühne zu bringen. Vor einigen Jahren enthüllte er, wie es dabei drunter und drüber ging.

Während der Tag der Unterschrift immer näher rückte, stritten die Experten im fernen Brüssel immer noch über letzte Formulierungen. Vor 60 Jahren, als es noch kein Internet und kein Fax gab, stürzte das die Mannschaft in Rom nach und nach ins Chaos. Jedes Mal, wenn auf dem Kapitolshügel das Telefon klingelte, mussten wieder Passagen in den Vertragstexten erneuert, in vier Sprachen übersetzt, geschrieben und neu gedruckt werden. Die Vervielfältigungsmaschinen, per Zug nach Rom gebracht, durften jedoch nur im feuchten Keller stehen, da sie sonst Tinte an die historischen Wandgemälde des Hauses gespritzt hätten. Die frisch vervielfältigten Textversionen wurden über Nacht zum Trocknen ausgelegt – und am Morgen von einer ahnungslosen Putzkolonne für Abfall gehalten und entsorgt.

Da auch die Hilfskräfte, von der Universität bereitgestellte Studentinnen und Studenten, zwischenzeitlich in einen Streik getreten waren, blieb Breuer und seinen Leuten am Tag der Unterzeichnung nichts anderes übrig, als unbedruckte Papierstapel auf die Tische der Staatsmänner zu legen. Lediglich Deckblatt und Rückseite waren echt.

Die turbulenten Tage von Rom zeigten schon vieles von dem, was Europa in den vergangenen sechs Jahrzehnten ausgemacht hat: Die Interessen mehrerer Staaten unter einen Hut zu bekommen ist harte Arbeit und erfordert einiges an Organisationstalent. Aber am Ende steht immer ein Kompromiss, ein Vertrag, ein gemeinsamer Schritt nach vorn. Die Zukunft ist offen, ein leeres Blatt Papier, das beschrieben, korrigiert und wieder neu gedruckt wird. Europa bleibt, auch nach 60 Jahren, ein unvollendetes Projekt, dessen Seiten von den Akteuren mit Leben gefüllt werden müssen.

© Torsten Meise, 2017