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Warum wir immer noch das Falsche lernen

Cover Chancen-Magazin

Cover Chancen-Magazin

Ja, ich gebe zu, ich hatte meine Ressentiments, als ich den Auftrag bekam, für das KfW-Magazin Chancen ein Interview mit Nathalie von Siemens zu führen. Ururenkelin des deutschen Vorzeigeunternehmers Werner von Siemens, Aufsichtsrätin von Deutschlands traditionsreichstem Industriegiganten, Mitglied einer Familie, die immer noch am Unternehmen beteiligt ist und laut Manager Magazin eine jährliche pro-Kopf-Dividende von über 500 000 Euro kassiert – und dann über Bildung sprechen? Ich war skeptisch. Aber bereits nach wenigen Minuten hatte ich dann vergessen, wer da eigentlich vor mir sitzt. Im Doppelinterview mit KfW-Chefökonom Jörg Zeuner präsentierte sich Nathalie von Siemens höchst kompetent, bestens vorbereitet und absolut engagiert für die Arbeit der Siemens-Stiftung, die weltweit vorbildliche Bildungsprojekte anstößt und unterstützt. Und so ist dann ein Gespräch zustande gekommen, in dem einige gute, aber auch viele Schattenseiten unseres Bildungssystems zur Sprache kamen. Hier ein paar Zitate:

In unserem Schulwesen haben wir immer noch einen Fokus auf dem Memorieren und dem Wiedergeben. Das war im 19. Jahrhundert inder Industrialisierung total wichtig. Heute haben wir aber eine andere Situation.

Wir müssen vor allem die Fähigkeit fördern, aus Bekanntem Neues zu entwickeln.

In den MINT-Fächern sind Investitionen in die Bildung, die vor dem zwölften Lebensjahr stattfinden, sehr wirksam. Danach nimmt die Wirksamkeit signifikant ab.

Das ganze Interview bzw. das gesamte Chancen-Magazin lässt sich auch online durchblättern.

 

Kunde: KfW
Agentur: bp Content, Hamburg
Fotos: Maria Schiffer
Interview: Torsten Meise

Hochtief concepts 1/2017: Baustellen besser managen

Titelmotiv concepts 1/2017
Titelmotiv concepts 1/2017

Titelmotiv concepts 1/2017

Autobahnbaustellen sind eine Seuche, wenn man schnell von A nach B kommen möchte. Aber natürlich sind sie notwendig, denn die Verkehrsinfrastruktur in Deutschland wurde lange vernachlässigt und muss jetzt aufwendig saniert und ausgebaut werden. Während die öffentliche Hand dazu tendiert, eher kleine Autobahnabschnitte zu reparieren und damit manche Strecken über Jahrzehnte in eine Stauhölle verwandelt, gehen die teilweise praktizierten privat-öffentlichen Partnerschaften (ÖPP) einen anderen Weg: Hier werden innerhalb weniger Jahre zum Teil über 60 Kilometer lange Abschnitte an einem Stück umgebaut. Das ist für einige Jahre schmerzvoll, aber danach kann der Verkehr wieder für viele Jahre frei rollen.

Wie Staus vermindert werden

Wie eine solche Mega-Baustelle funktioniert, haben wir in der aktuellen Ausgabe des Hochtief-Kundenmagazins concepts unter die Lupe genommen. Autor Eric Leimann hat mit Experten aus Deutschland und Kanada gesprochen, um herauszufinden, wie solche Baustellen eingerichtet werden, um möglichst sicher zu sein und nicht allzu viel Staus zu produzieren. Ich hatte zusätzlich eine „Audienz“ beim deutschen Staupapst, Prof. Michael Schreckenberg von der Uni Duisburg-Essen. Seine Botschaft: Alles könnte viel entspannter sein, wenn sich die Autofahrer in Baustellen rational verhalten würden und aufhören würden, zu überholen. Das Interview lesen Sie ebenfalls in dem Magazin.

Hotspot Berlin, concepts 1/2017

Hotspot Berlin, concepts 1/2017

Baustellen-Rundgang durch Berlin

Weitere Themen von concepts 1/2017: Auf dem relativ kleinen Stück Berlin zwischen Treptower Park und Mitte komprimiert sich die Geschichte der Hauptstadt. Hier findet man mehr als ein Jahrhundert gebauter und wieder abgerissener Historie, vom Kaiserreich bis heute. Hochtief hat seit dem Mauerfall viel dazu beigetragen, Ost und West zu verbinden und in der Stadt neue Gebäude und Bahnlinien geschaffen, die einen engen Bezug zur Geschichte haben. Auf einem kurzen Spaziergang durch die boomende Stadt habe ich nicht weniger als 16 Hotspots gefunden, bei denen Hochtief die Hand im Spiel hatte. Und ein paar weitere habe ich sogar noch ausgelassen.

Autobahnbaustellen besser gestalten, concepts 1/2017

Autobahnbaustellen besser gestalten, concepts 1/2017

Green Buildings werden immer wichtiger

Autor Jan Freitag hat sich der Frage gewidmet, welche Bedeutung nachhaltiges Bauen mitterweile für die Unternehmen der Hochtief Gruppe hat. Das Resultat: Green Buildings und Green Infrastructure werden zum Umsatztreiber, sowohl in Europa, Nordamerika als auch in Asien und Australien.

Autorin Kirstin Ruge hat sich für ihre Porträts wieder zwei außergewöhnliche Hochtief-Mitarbeiter geschnappt. Mit Karl-Heinz Siebenhütter erwischte sie einen echten Schafzüchter, und mit Nicola Howlett eine junge Australierin, die Straßenbauprojekte leitet und nebenher Brücken in Ruanda baut. Nicola ist übrigens auch das Cover-Model der aktuellen Ausgabe.

Folterkammer für Beton

Über Beton könnte man Bücher schreiben, und sie würden nicht langweilig werden. Also musste sich Autor Michael Brüggemann auf wenige Aspekte beschränken, um nicht den Rahmen zu sprengen. Von seinem Besuch im Innovation & Testing Center, wo über Beton geforscht und neue Mischungen ausprobiert werden, hat er einen tollen Einblick in das Material mitgebracht.

Wer jetzt auch noch wissen will, was eine „fliegende Schildanfahrt“ ist, wie der neue Star in der Skyline von Los Angeles heißt oder wie es mit der Digitalisierung im Facility Management aussieht, der muss das Heft selber lesen.

 

Interview Prof. Schreckenberg, concepts 1/2017

Interview Prof. Schreckenberg, concepts 1/2017

Credits:

Agentur: Hoffmann und Campe X
Grafik: Dirk Linke, RINGZWEI
Chefredaktion: Torsten Meise

 

Kleine Kunstwerke: Geschäftsberichte

Weltweit agierende Unternehmen haben besondere Kommunikationsbedürfnisse, das ist nichts Neues. Relativ jung jedoch ist der Trend, den jährlichen Geschäftsbericht mit attraktiven medialen Inhalten zu ergänzen, also neben den notwendigen Zahlenkolonnen der Bilanz auch Geschichten zu erzählen, und das auch noch auf unterschiedlichen Plattformen. Eine der führenden Agenturen in diesem Bereich in hw.design aus München, die für zahlreiche deutsche DAX 30-Unternehmen arbeiten. So auch für Fresenius Medical Care, den weltweit führenden Anbieter von Dialysetechnik und -dienstleistungen. Die Geschäftsberichte von FMC wurden bereits mehrfach ausgezeichnet, und es ist nicht ganz unwahrscheinlich, dass auch die aktuelle Bilanz bei einschlägigen Wettbewerben ganz oben landen wird.

Ich hatte das Glück, bereits für das Magazin zum FMC-Geschäftsbericht 2011 schreiben zu können, und auch 2012 (PDF-Download) sind zwei längere Stücke von mir zu finden. Die Porträts portugiesischer Heimdialye-Patienten sind hier online zu lesen, auch das ist sehr schön umgesetzt. Auch eine Serie von Interviews mit FMC-Managern und Beteiligten ist vollständig online. Eine iPad-Variante ist ebenfalls erhältlich.

Das Beispiel FMC zeigt deutlich, wie der Geschäftsbericht als Kommunikationsmittel neu interpretiert und aufgewertet wird. Der Trend zum aufwendigen Storytelling wird zukünftig für kleinere Unternehmen an Bedeutung gewinnen. Ein Spielfeld, auf dem Journalisten ihre Erfahrungen und Kompetenzen einbringen können, und auf dem auch multimediale Formen des Erzählens eine Chance bekommen werden.

 

Fresenius Medical Care – Geschäftsbericht 2012

Fresenius Medical Care – Geschäftsbericht 2012

Fresenius Medical Care – Geschäftsbericht 2012Fresenius Medical Care – Geschäftsbericht 2012

Fresenius Medical Care – Geschäftsbericht 2012

Fresenius Medical Care – Geschäftsbericht 2012

Fresenius Medical Care – Geschäftsbericht 2012

 

 

Mehr Beispiele meiner Arbeiten in Unternehmensmedien in meinem Portfolio-PDF:

[button link=“http://torstenmeise.de/wp-content/uploads/2013/04/CP_PortfolioMeise.pdf“ size=“small“ style=“download“ color=“red“ border=“#c9c9c9″]CP-Portfolio Torsten Meise[/button]